Südkorea

K-Hype erreicht Kongresswelt

Südkorea erkennt die Chance der neuen Aufmerksamkeit durch die Stars der K-Hype-Bewegung. Die südkoreanische Dramaserie Squid Game auf Netflix wird in den sozialen Medien gefeiert. Die erste Staffel erschien am 17. September 2021 und wurde in vier Wochen von circa 142 Millionen Netflix-Konten aus abgerufen. Es ist die erfolgreichste Serie auf Netflix. Im Bild: Gangnam, ein Stadtteil von Seoul. Foto: KTO

Südkorea erkennt die Chance der neuen Aufmerksamkeit durch die Stars der K-Hype-Bewegung. Die Erfolgsserie Squid Game auf Netflix wird in den sozialen Medien gefeiert. Die erste Staffel der südkoreanische Dramaserie erschien am 17. September 2021 und wurde in vier Wochen von circa 142 Millionen Netflix-Konten aus abgerufen. Es ist die erfolgreichste Serie auf Netflix. Foto: KTO

Südkorea bekommt vor allem durch die Entwicklungen der K-Hype-Bewegung der letzten Jahre große Aufmerksamkeit über Social Media. Der neue Fokus, geprägt durch die Boys-Band BTS und die Skincare-Bewegung, verändert den Halbinsel-Staat nachhaltig und verschafft ihm weltweit an Reputation. Die Korea Tourism Organization (KTO) nutzt den K-Hype für ihr Eventbusiness.

Das Wort K-Hype, kurz für Korea-Hype, umfasst die aktuelle Welle an Aufmerksamkeit für die koreanische Pop-Kultur. Insbesondere stehen hier K-Pop, K-Drama und K-Beauty im Fokus. Das durch Traditionen geprägte Bild des Halbinsel-Staats wird durch bekannte K-Pop Bands wie BTS, Black Pink und Girls‘ Generation und dem Netflix-Erfolg Squid Game überholt und dafür in den sozialen Medien, allen voran von der Generation Z, gefeiert. „Während der Pandemie entdeckten Menschen auf der ganzen Welt K-Inhalte, darunter Filme, Shows und Musik. Für die Zukunft planen wir, innovative Wege zu finden, um diese Inhalte mit der MICE-Industrie zu kombinieren und so neue, fesselnde Erfahrungen für MICE-Gruppen zu schaffen”, erzählt Da Young Kim aus dem MICE Planning & Coordination Team der Korea Tourism Organization (KTO).

Foto: KTO

“People discovered interest in Korea through K-contents”

Da Young Kim, member of the MICE Planning & Coordination Teams of the Korea Tourism Organization (KTO), about the Netflix series Squid Game, 39 Korea Unique Venues, Seoul as leading digital city, and Gwangju as a UNESCO Creative City of Media Arts.

Nicht zu vergessen ist die „10-Step-Skincare Routine“ – eine in zehn Schritten durchzuführende Hautpflegeroutine, mit der Koreanerinnen wie Koreaner ihr Geheimnis gesunder Haut teilen. Auch für Koreaner ist das eine Selbstverständlichkeit. Den K-Hype eint eines: die Ästhetik. Makellose und gesunde Haut sowie der „Glow“ stehen im Zentrum der koreanischen Schönheitsbewegung, die längst ihren Weg in westliche Länder gefunden hat. Bemerkbar macht sich das dadurch, dass sich Korea am Weltmarkt im Bereich Beauty immer weiter nach oben kämpft. Heute ist das Land unter den Top 10 der Beauty-Märkte der Welt und unter den Top 5 der weltweiten Exporteure für Beautyprodukte. Besonders beliebt sind im internationalen Handel koreanische Sonnenschutzcremes. Entstanden ist die besondere Expertise im Bereich Sonnenschutz und dekorativer Kosmetik aus einem Schönheitsideal heller Haut und deren Erhalt. So umfasst auch heute noch das traditionelle Schönheitsideal helle Haut und genormte Körpermaße, die hohe Ansprüche an die Menschen und insbesondere Frauen stellen.

„The secret of Korean beauty is skincare and Kimchi.”

Kim Sun-Kyung

Auf die Haut und auf den Teller

Dass Südkorea heute als Tor der Beautyindustrie und somit als Vorstufe für den weltweiten Markt gehandhabt wird, hat neben innovativen Produkten einen weiteren Grund. Die traditionelle koreanische Küche bietet eine abwechslungsreiche Ernährung an fermentierten und frischen Produkten, reich an Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und Ballaststoffen, welche im Zentrum der Lebensweise stehen. So ist es zur Hochzeit üblich, dass die gesamte Familie dem Brautpaar einen Kühlschrank schenkt. Einen zweiten Kühlschrank, den Kimchi-Kühlschrank. Kimchi ist Hauptbestandteil der koreanischen Küche und wird zu so gut wie jedem Essen gereicht. Schon allein die Beilage aus fermentiertem, in einer scharfen Soße eingelegten Kohl bezeichnen die Koreaner:innen als Beautytipp Nummer 1. Durch den allgemein gesunden Lebensstil in Kombination mit bewusster Ernährung und nicht zuletzt die Bemühungen der Regierung, die Lebenserwartung zu verbessern, ist laut OECD in den vergangenen zehn Jahren die Lebenserwartung in Südkorea um drei Jahre auf 83,5 Jahre gestiegen. Also gut für die Haut und Gesundheit. „Korea’s traditional cuisine is full of unique flavors and healthy ingredients, making it nutritious and tasty”, so Da Young Kim.

Der K-Hype im Veranstaltungsformat

Da Young Kim ist Mitglied des MICE Planning & Coordination Teams der Korea Tourism Organization (KTO). Ihre Organisation begrüßt die K-Hype-Entwicklung und will sich durch ihren gewonnenen USP neu positionieren. Das KTO ist das MICE Bureau Südkoreas mit dem Ziel, den Tourismus als wichtigen Motor für das nationale Wirtschaftswachstum und die Steigerung des Wohlstands zu etablieren. Für die Zukunft plant das KTO, innovative Wege zu finden, um die Inhalte der K-Bewegung mit der Event-Industrie zu kombinieren und so neue, ansprechende Erlebnisse für MICE-Gruppen zu schaffen. Ein Beispiel dafür ist die koreanische Serie Squid Game, die während der Pandemiezeit in sehr kurzer Zeit zu der beliebtesten Show auf Netflix wurde. Die in der Serie vorgestellten traditionellen koreanischen Spiele haben das Potenzial, zu Teambuilding-Erlebnissen für Gruppen entwickelt zu werden.

Die Korea MICE Expo (KME), Koreas größte Event-Fachmesse, findet 2020 online statt und 2021 hybrid. Foto: KME

Veränderungen durch Corona

Auch in Südkorea hat die Pandemie die Teilnahme aus Übersee aufgrund der Covid-19-Vorschriften erschwert. Infolgedessen wurden viele Veranstaltungen in hybride und virtuelle Formate umgewandelt. Ein Beispiel dafür ist die Korea MICE Expo (KME), Koreas größte Fachmesse für Tagungsexpert:innen und Incentive-Planer:innen, die jährlich in Incheon stattfindet. Als Reaktion auf die Pandemie wurde die Veranstaltung 2020 zum ersten Mal in ein Hybridformat umgewandelt. Unter dem Motto „Driving Innovation through Challenges“ umfasste die Veranstaltung 1:1-Online-Geschäftsgespräche zwischen Einkäufer:innen und lokalen Dienstleister:innen mit Live-Streaming über eine Online-Plattform. Das virtuelle Format bot die Gelegenheit, die neuesten koreanischen Konferenztechnologien vorzustellen, darunter Hologramm-Lautsprecher, Multiview-Präsentationen und kontaktlose Registrierungssysteme. 2021 wurde die Veranstaltung zum ersten Mal als Hybrid-Veranstaltung, die Korea International Travel Expo (KITE), durchgeführt. Einkäufer:innen aus Südafrika, Italien und Peru konnten erstmalig teilnehmen. Regionen, aus denen es sonst schwierig gewesen wäre, an einer Offline-Veranstaltung teilzunehmen.

Warum Südkorea?

Über die koreanische Küche und den K-Hype hinaus bietet Südkorea auch Vorteile ganz spezifisch für Planer:innen. „Korea’s high-tech infrastructure makes it the ideal destination for business meetings and events”, wirbt Da Young Kim und nennt drei Gründe für Planer:innen aus Europa, den weiten Weg mit knapp zwölf Flugstunden ab Frankfurt auf sich zu nehmen.

  1. Korea ist eines der gefragtesten Ziele für internationale Kongresse. Dies geht aus der UIA Global Meetings Statistic hervor mit Korea 2021 auf dem zweiten Platz.
  2. Laut dem jüngsten Bloomberg Innovative Index belegt Korea den ersten Platz als innovativstes Land, die Stadt Seoul ist als „führende digitale Stadt“ und „Tech-Hauptstadt der Welt“ eingestuft worden.
  3. Das Korea MICE Bureau bietet Verbänden und Unternehmen umfassende Unterstützung für die Durchführung von Business Events in Korea und erleichtert somit die Realisierung von Veranstaltungen.

Das Floating Island Convention Center ist ein Kongresszentrum in der Hauptstadt Seoul am Ufer des Hangang-Flusses. Es zählt zu den 39 Unique Venues der Korea Tourism Organization. Foto: KTO

Warum Südkorea?

Über die koreanische Küche und den K-Hype hinaus bietet Südkorea auch Vorteile ganz spezifisch für Planer:innen. „Korea’s high-tech infrastructure makes it the ideal destination for business meetings and events”, wirbt Da Young Kim und nennt drei Gründe für Planer:innen aus Europa, den weiten Weg mit knapp 12 Flugstunden ab Frankfurt auf sich zu nehmen.

  1. Korea ist eines der weltweit gefragtesten Ziele für internationale Kongresse. Dies geht aus der UIA Global Meetings Statistic hervor, die Korea 2021 auf den zweiten Platz setzt.
  2. Laut dem jüngsten Bloomberg Innovative Index belegt Korea den ersten Platz als innovativstes Land, die Stadt Seoul ist als „führende digitale Stadt“ und „Tech-Hauptstadt der Welt“ eingestuft worden. Korea verfügt besonders im Bereich Technologie an Branchenwissen.
  3. Das Korea MICE Bureau bietet Verbänden und Unternehmensgruppen umfassende Unterstützung für die erfolgreiche Durchführung von Geschäftsveranstaltungen in Korea und erleichtert somit die Realisierung von Veranstaltungen.

Das Floating Island Convention Center ist ein Kongresszentrum in der Hauptstadt Seoul am Ufer des Hangang-Flusses. Eszählt zu den 39 unique Venues der Korea Tourism Organization. Foto: KTO

Die Unique Venues Südkoreas

Die Unique Venues in Südkorea sind ausgewählte Veranstaltungslocations der Korea Tourism Organization, die einzigartige Merkmale und eine besondere Atmosphäre aufweisen. Zweck der Auszeichnung ist es, Planer:innen die Auswahl geeigneter Locations zu erleichtern und einen Venue zu finden, der Teilnehmer:innen ein besonderes Erlebnis in einer unkonventionellen Umgebung ermöglicht. “So far, the Korea Unique Venues have been selected in a way that a candidate list is formed after receiving recommendations from regional governments, and then further selected through a screening process which examines the venues’ infrastructure such as unique characteristics, accessibility, management and marketing”, erklärt Da Young Kim.

Jeonbuk: Traditionell bei den elf Königen

Knapp 1,5 Stunden von Seoul entfernt befindet sich die Region Jeonbuk. Die Region bietet neben ihrer Tradition und weltweit bekannten Expertise im Taekwondo diverse traditionelle koreanische Erfahrungen und die Möglichkeit auf Entschleunigung in der weitläufigen Natur. Viele junge Koreaner:innen kommen in die Stadt Jeonju, um sich einen Hanbok, ein traditionell koreanisches Kleid, zu leihen, sich frisieren zu lassen und in der Kulisse der Stadt Bilder zu machen. Meist kommen die koreanischen Besucher:innen zu besonderen Anlässen wie Abschlüssen, Hochzeiten oder für Familienfotos.

Die Stadt Jeonju in der Region Jeonbuk steht für eine lange Tradition und Taekwondo. Traditionelle koreanische Erfahrungen können in Programme eingebaut werden – Möglichkeit zu Entschleunigung inklusive. Foto: KTO

Diese traditionelle Atmosphäre spiegeln Venue und Hotel des Royal Room wider. In elf verschiedenen Gebäuden nach traditioneller Bauart bietet der Royal Room Platz für 232 Gäste in 64 Zimmern. Die Gebäude sind benannt nach den elf Königen Koreas und erinnern an das Kaiserreich Korea, welches bis 1910 bestand. Der Venue bietet den Vorteil, dass sich in zwei Minuten Fußnähe das hauseigene Convention Center befindet. Insgesamt vier Räumlichkeiten bieten Kapazität für verschiedene Veranstaltungsformate. Mit einer Kapazität zwischen 130 qm und 300 qm können bis zu 440 Personen mit 70 bis 150 Personen je Raum an den Veranstaltungen teilnehmen.

Gwangju: Voller Kunst und Kultur

Das Asia Culture Center ist im Laufe der Kampagne „Gwangju as a Cultural Capital“ aus dem Jahr 2002 entstanden und wurde im Jahr 2015 eröffnet. Dadurch, dass auf dem heutigen Gelände des ACC die Demokratiebewegung Südkoreas vom 18. Mai 1980 entstanden ist, wurde das Zentrum ein Ort für Geschichte, Austausch und Zusammenkommen. Der Platz „May 18th Democracy Plaza“, eine Fotoausstellung und der Eingangsbereich erinnern an die geschichtsträchtigen Ereignisse des Ortes. Das Gelände erstreckt sich auf 80.000 qm und umfasst die Komplexe ACC Children, Archieve & Research, Creation, Theater and Culture inklusive Parks, Innenhöfe und Dachterrassen. Das ACC bietet einen besonderen Platz für Kunst und Kultur auf dem gesamten Gelände. In den wechselnden Kunstausstellungen und Installationen werden aktuelle Themen wie der Klimawandel thematisiert.

Entstanden auf dem Gelände der Demokratiebewegung Südkoreas steht das Asia Culture Center (ACC) für einen Ort der Geschichte, des Austausch und Zusammenkommens. Foto: ACC

In Indoor- sowie Outdoor-Bereichen des Geländes lassen sich verschiedenste Veranstaltungen realisieren und die Räumlichkeiten kombinieren. Mit Konferenzräumen, Ausstellungsflächen und Auditorien können diverse Formate umgesetzt werden. Projektionssysteme können Vorträge unterstützen oder bei Hybrid-Formaten Sprecher:innen auf die virtuelle Bühne holen. Die laufenden Kunstausstellungen und das Theaterangebot können neben Businessveranstaltungen besucht oder als Programmpunkt mit aufgenommen werden. Auch hier gibt es Übernachtungsmöglichkeiten in Laufdistanz. Das ACC Design Hotel befindet sich direkt gegenüber dem Platz der Demokratiebewegung.

Seoul: Floating Islands im Land der Morgenstille

Das Floating Island Convention Center ist ein Kongresszentrum in der Hauptstadt Seoul am Ufer des Hangang-Flusses. Insgesamt drei schwimmende Venues bieten die Möglichkeit für diverse Veranstaltungsformate. Die Gebäude Gavit, Solvit und Chavit sind durch Brücken miteinander verbunden und somit zu Fuß erreichbar. Fertiggestellt wurde der gesamte Komplex im Jahr 2014. Gavit ist das Gebäude mit klassischen Veranstaltungsräumlichkeiten und verfügt über sieben kleine und große Bankettsäle. Besonders der kuppelförmige Konferenzraum bietet mit einem 18 Meter breiten Bildschirm die Möglichkeit für eindrucksvolle Präsenz- und Hybridveranstaltungen. Mit der Kapazität für 500 Personen bei einer gesetzten Veranstaltung wird der Raum häufig für Runway- Shows oder Launching-Events gebucht. Die Roof Top Area bietet auf zwei Etagen Platz für 1000 Personen und ermöglicht einen direkten Ausblick auf die Stadt Seoul und den Fluss. Nachts erzeugt eine Licht-Show eine besondere Atmosphäre mit direktem Blick auf die Seoul-Skyline.

Incheon: Industriegeschichte

Auf eine Geschichte harter Arbeit und Fleiß blickt die Veranstaltungslocation Cosmo40 zurück. Die ehemalige Industriehalle des Cosmo Chemical Komplex wurde 2016 zu einem Eventspace und Café umgebaut. Auf vier Etagen erstrecken sich drei Eventflächen, die gemeinsam und separat genutzt werden können. Mit der Nähe zum internationalen Flughafen Incheon hat die Location den Vorteil guter Erreichbarkeit durch den Flugverkehr.

Die ehemalige Industriehalle des Cosmo Chemical Komplex fungiert heute als Cosmo40, ein Eventspace mit Café. Foto: Cosmo40

Die Haupthalle im Erdgeschoss erstreckt sich auf 1.650 qm und verfügt über eine offene Galerie. Durch die Bestandteile der ehemaligen Industriehalle und in Kombination mit indirekter Beleuchtung wird die Location vorrangig für Performances, Filmaufnahmen und Abendveranstaltungen genutzt. Die Hebehalle im dritten Stock beläuft sich auf eine Fläche von 660 qm. Mit dem ehemaligen Kontrollzimmer, welches heute oft als Lounge genutzt wird, und dem möglichen Zugang zum Café ist die Fläche flexibel gestaltbar. Über die Hebehalle kann über eine Treppe der dritte Eventspace erreicht werden. Die Community Hall bietet mit einer Kapazität von bis zu 100 Personen Platz für Seminare, Networking-Parties oder kleinere Runway-Shows. Über den Halbrundgang der Galerie im vierten Stock ist neben der Community Hall ein Überblick über die gesamte Hebehalle möglich.

Besonders interessant ist, wie die Ausstellung es schafft, die Betrachter:innen in die Kunst einzubinden. Bei der Malstation im Arte Museum können Schablonen ausgemalt und im Anschluss gescannt werden. Die persönliche Interpretation eines Tieres erscheint dann auf der großen digitalen Leinwand und schwimmt oder läuft durch das Bild. Foto: Arte Museum

Yeosu: Koreas Multimedia Vision

Auf dem Gelände der Yeosu Expo befindet sich in Laufnähe das Arte Museum, das von dem Designunternehmen d'strict, das auch für die öffentliche Medienkunst "WAVE" bekannt ist, entworfen wurde. Als Koreas größte immersive Medienkunstausstellung bietet die Ausstellung auf einer Fläche von 4.600 qm Platz für erlebbare Medienkunstwerke. Durch die 180-Grad-Einbindung der Ausstellungsfläche schaffen es die Installationen, die Grenzen des erlebbaren Raums neu zu definieren. Interaktive Angebote und die Einbindung eines Geruchskonzepts erweitern das Erlebnis auf mehrere Sinne.

“We find a lot of interest coming from groups within the technology industry. This makes perfect sense because South Korea is considered to be among the world’s most digitally connected and most technologically advanced countries.”

Da Young Kim

Die Kunstinstallationen machen den Fortschritt Südkoreas in Sachen Multimedia-Technologie deutlich. Nicht zuletzt wird der Prozess durch den Erfolg der Unternehmen Samsung und LG vorangetrieben. Mit weltweitem Erfolg erzielte LG Electronics im Jahr 2021 einen Umsatz von 67 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen Samsung ist das wertvollste Unternehmen Südkoreas und hat im Geschäftsjahr 2021 rund 201 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaftet. Unter anderem durch diese Unternehmen sowie Hyundai und KIA hat sich das Land in den vergangenen 50 Jahren aus einer wirtschaftlich schwachen Lage zum zehntreichsten Land der Welt entwickelt und baut durch die wirtschaftlichen Erfolge der K-Bewegung weiter darauf auf. Pia Such

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