Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit

„Die UEFA sagt nein – Wir sagen Ja!“

Als Zeichen für Vielfalt und Toleranz leuchtet der Deutsche Bank Park in Frankfurt, das Stadion von Eintracht Frankfurt, in Regenbogenfarben. Das im Dezember installierte LED-Beleuchtungssystem hat 1.408 Leuchten, die einzeln ansteuerbar und in Helligkeit, Farbe und Farbwechsel programmierbar sind. Foto: pix123.de, David Vasicek

Als die UEFA der Allianz-Arena bei der EM 2021 untersagt, ein Zeichen für Vielfalt zu setzen, steckt das alle an: Beim EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn erstrahlen Stadien und Hallen in Regenbogenfarben, Friends und Followers färben ihre Profilbilder bunt, Firmen ihre Logos. Doch wie steht es an den anderen 364 Tagen im Jahr um das Thema Vielfalt in der Veranstaltungswirtschaft?

Als Ungarn ein Gesetz zur Einschränkung der Informationsrechte von Jugendlichen zu Homosexualität und Transsexualität beschließt, will der Rat der Stadt München ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen: Die Allianz-Arena soll beim EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn in den Regenbogenfarben erleuchten. Die UEFA lehnt das ab und löst eine Welle der Solidarität aus. „Die UEFA sagt nein – Wir sagen Ja!“, findet Stephan Lemke klare Worte. Er ist Geschäftsführer der Stadthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft, Betreiberin der Stadthalle Braunschweig, Volkswagen Halle Braunschweig und des Eintracht-Stadions sowie stellvertretender Vorsitzender der Vereinigung der deutschen Stadionbetreiber (VdS). Deren Mitglieder geben zum Vorrundenspiel am 23. Juni 2021 ein sichtbares Statement für Vielfalt und Toleranz und Gleichstellung ab, indem sie ihre Stadien bunt leuchten und das alle wissen lassen.

Foto: Screenshot

Lemke hat den Business-Bereich des Eintracht-Stadions farblich in Szene gesetzt und die Vielfalt-Beflaggung gehisst und so ein Statement nach draußen gesendet, das da heißt: ‚Für Vielfalt, Toleranz und Gleichstellung‘. Er betont: „Alle haben ihren Platz in unserer Gesellschaft, in unseren Stadien, ob Spieler oder Besucher – egal, woher sie stammen, welche Religion oder sexuelle Orientierung sie haben. Nur gemeinsam wird der Sport in unseren Stadien zu emotionalen Festen.“

„Die UEFA sagt nein – WIR sagen Ja! Alle haben ihren Platz in unserer Gesellschaft, in unseren Stadien, ob Spieler oder Besucher – egal, woher sie stammen, welche Religion oder sexuelle Orientierung sie haben. Nur gemeinsam wird der Sport in unseren Stadien zu emotionalen Festen.“

Stephan Lemke, stellv. Vorsitzender der Vereinigung der deutschen Stadionbetreiber (VdS)

Foto: Stadthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft

Die UEFA reagiert, indem sie eine Erklärung abgibt auf die Anfrage des Münchener Oberbürgermeisters Dieter Reiter im Namen des Stadtrats. In dieser beschreibt der Europäische Fußballverband zwar Rassismus, Homophobie, Sexismus und alle Formen der Diskriminierung als einen Schandfleck für die Gesellschaft und eines der größten Probleme, mit denen der Fußball heute konfrontiert ist. Schreibt aber auch: „Die UEFA ist jedoch aufgrund ihrer Statuten eine politisch und religiös neutrale Organisation. Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage – eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments abzielt – muss die UEFA diese Anfrage ablehnen.“ Ronald Kötteritzsch, Director Marketing und Sales im Congress Center Leipzig der Leipziger Messe, überzeugt das nicht. „Die UEFA argumentiert damit, ‚eine politisch und religiös neutrale Organisation‘ zu sein. Aber kann und darf man eine ‚neutrale Organisation‘ hinsichtlich grundlegender universeller Menschenrechte sein? Ein klares Nein!“ Was Kötteritzsch gerade am Fußball und am Sport schätzt, ist das Potenzial, Rollenmodell für ein faires und inklusives Zusammenleben zu sein. Er verweist auf die UEFA Euro 2024. „Der DFB hat ein sehr lesenswertes Nachhaltigkeitskonzept vorgelegt, in dem es auch und vor allem darum geht, wie Fußball Barrieren überwinden und gesellschaftlich integrieren kann.“

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Zu Wort meldet sich auch der AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft und verlinkt seinen Post auf LinkedIn mit Aktivitäten seiner Mitglieder und der Unternehmensinitiative Charta der Vielfalt. „Wo sich Menschen begegnen, ist die Vielfalt zu Hause. Die Welt willkommen zu heißen, ob im Stadion oder auf dem Messegelände, ist Kern unserer Branche. Dieses Wissen teilen wir mit vielen Mitgliedern, Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Kolleg:innen, zum Beispiel: Deutsche Messe, Messe Berlin, Hamburg Messe und Congress, Messe München, Messe Düsseldorf, Charta der Vielfalt e.V.. Das deutliche Zeichen, das viele Hallen setzen, überrascht AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier nicht. „Messen und Kongresse sind ein internationales und wahrhaft vielfältiges Geschäft. Und Vielfalt unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann dabei der Atmosphäre und dem Erfolg von Veranstaltungen nur guttun.“ Laut Holtmeier ist Vielfalt bereits in großem Umfang in der Branche angekommen. Vielfalt werde in den Häusern gelebt. Eine aufgeschlossene Unternehmenskultur und die Wertschätzung der besonderen Stärken der Mitarbeitenden sind für ihn wichtige Erfolgsfaktoren. „Vielfalt, Toleranz und Respekt sind wichtig für Messen, weil Messen davon leben, dass sich Menschen auf Augenhöhe begegnen, unabhängig etwa von Geschlecht, Sprache oder Herkunft“, so Holtmeier. Dazu, dass sein Vorstand aus 23 Mitgliedern – 22 Männer und eine Frau – besteht, sagt er: „Die Mitglieder unseres Vorstandes werden von Wirtschaftsverbänden und Messegesellschaften vorgeschlagen und von den AUMA-Mitgliedern gewählt. Sie repräsentieren ausstellende Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen und Messeveranstalter. Als Unterzeichner der Charta der Vielfalt sind wir immer bestrebt, Vielfalt in all ihren Dimensionen zu fördern. Denn klar ist: Wir brauchen Diversität.“

„Als Unterzeichner der Charta der Vielfalt sind wir immer bestrebt, Vielfalt in all ihren Dimensionen zu fördern. Denn klar ist: Wir brauchen Diversität.“ Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft. Foto: AUMA

Die Charta der Vielfalt ist eine Unternehmensinitiative und ein Bekenntnis zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen von Vielfalt in der Arbeitswelt. Rund 3.900 Unternehmen und Organisationen mit insgesamt 14 Millionen Beschäftigten haben unterzeichnet, ihre Mitarbeitern zu respektieren – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft. Unter den Unterzeichnern sind Unternehmen wie Accenture, adidas, Audi, BASF, Bayer, BMW, Daimler, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, E.ON, Ernst & Young, Osram, Otto, SAP, Siemens und Volkswagen, aber auch Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft wie m:con Mannheim oder die Messen Berlin, Düsseldorf und Frankfurt.

Die Urkunde Charta der Vielfalt im Wortlaut

Diversity als Chance – Die Charta der Vielfalt für Diversity in der Arbeitswelt. Zur Umsetzung dieser Charta werden wir:

  1. eine Organisationskultur pflegen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt ist. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Führungskräfte wie Mitarbeitende diese Werte erkennen, teilen und leben. Dabei kommt ihnen eine besondere Verpflichtung zu.
  2. unsere Personalprozesse überprüfen und sicherstellen, dass diese den vielfältigen Fähigkeiten und Talenten aller Mitarbeitenden sowie unserem Leistungsanspruch gerecht werden.
  3. die Vielfalt innerhalb und außerhalb der Organisation anerkennen, die darin liegenden Potenziale wertschätzen und für das Unternehmen oder die Institution gewinnbringend einsetzen.
  4. die Inhalte der Charta zum Thema des internen und externen Dialogs machen.
  5. über unsere Aktivitäten und den Fortschritt bei der Förderung der Vielfalt und Wertschätzung jährlich öffentlich Auskunft geben.
  6. unsere Belegschaft über den Mehrwert von Vielfalt informieren und sie bei der Umsetzung der Charta einbeziehen.

Die Charta der Vielfalt betrachtet Vielfalt in Diversity-Dimensionen. Im Zentrum des Modells steht die Persönlichkeit mit den sieben Kern-Dimensionen: Alter, ethnische Herkunft und geschlechtliche Identität, körperliche und geistige Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexuelle Orientierung und soziale Herkunft. Sie umgeben äußere Kreise (Geografische Lage, Einkommen, Gewohnheiten, Freizeitverhalten, Berufserfahrung, Ausbildung, Auftreten, Elternschaft und Familienstand) sowie organisationale Kreise (Funktion/Einstufung, Arbeitsinhalte/Feld, Abteilung/Einheit/Gruppe, Dauer der Zugehörigkeit, Gewerkschaftszugehörigkeit, Arbeitsort, Managementstatus). Argumente für Diversity Management führt die Charta der Vielfalt in ihrem Factbook auf. Sie reichen von der Rekrutierung – denn eine vorurteilsfreie Organisationskultur ist wichtig bei der Wahl des Arbeitsplatzes und damit ein Faktor im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter und deren Bindung – über die Effizienzsteigerung (weil gemischte Teams oft kreativer und innovativer sind) bis hin zur Imagebildung und Erschließung neuer Märkte im Ausland.

Dimension „Geschlecht und geschlechtliche Identität“

Das Geschlecht entscheidet häufig über die Verteilung von Ressourcen, Aufgaben oder Verantwortung in einer Organisation – mitunter mehr als Kompetenz oder Fachwissen. Ist ein Geschlecht deutlich unterrepräsentiert, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft unbewusst ausgegrenzt oder nicht mitgedacht. Was Unternehmen tun können:

  • Kommunizieren Sie so, dass sich alle gemeint fühlen: gendergerecht in der internen und externen Kommunikation.
  • Stellen Sie – besonders mit Blick auf den Gender Pay Gap – eine gleiche Bezahlung für gleiche Leistung sicher.
  • Unterstützen Sie neue Rollenmodelle von Männern, zum Beispiel wenn Väter in Elternzeit gehen oder in Teilzeit arbeiten möchten.
  • Achten Sie darauf, dass Sie Teams mit unterschiedlichen Geschlechtern zusammenstellen und Aufgaben nicht am Geschlecht festmachen.
  • Bieten Sie Teilzeitmodelle für alle Geschlechter an, auch in Führungspositionen.

Vorsicht vor Show und Medienspektakel

Die Vorstandsvorsitzende der Charta der Vielfalt, Ana-Christina Grohnert, beobachtet mit Sorge eine Überhitzung der Diversity-Debatte. Die ehemalige Personalvorständin der Allianz Deutschland kritisiert im Interview mit der Karrieremesse herCareer: „Diversity und Gender-Themen sind zu viel Show und Medien-Spektakel und zu häufig instrumentalisiert worden.“ Das mache anfällig für Scheinmaßnahmen. Viele Top-Manager hätten nichts gegen Diversity, wollten aber nicht ständig hören, dass sie bisher alles falsch gemacht hätten. Nach Grohnerts Ansicht sollte aus dem Nichts-dagegen-haben ein Etwas-dafür-tun werden. Dafür hält sie vier Elemente für entscheidend: neue Ziele, Fortschrittsmessung, kulturellen Wandel und Leadership-Trainings. Dafür reiche kein Unconscious-Bias-Training, es brauche neu durchdachte Leadership-Programme, Austauschformate und ein Storytelling, das von guten Beispielen erzählt. Nur so könne es gelingen, dass Führungskräfte im Alltag Barrieren für Mitarbeitende erkennen und abbauen. Grohnert: „Wertschöpfung beginnt dann, wenn jedes Teammitglied sein oder ihr bestes Potenzial zeigen kann.“ Über ihr Buch „Das verborgene Kapital. Wie wir Wertschöpfung neu erfinden müssen“ spricht Grohnert beim Authors-MeetUp auf der herCareer in München am 16. September 2021. Eine Aktion, die nachhaltig für Aufmerksamkeit sorgt, ist der Deutsche Diversity-Tag der Charta der Vielfalt. Dieses Jahr am 20. Mai 2021 beteiligten sich rund 900 Organisationen mit über 2.700 Aktionen und hissten die „#FlaggefürVielfalt – das sind über 1.000 Aktionen mehr als im Vorjahr. Die Aktionslandkarte gibt einen Überblick und Anregungen für den 10. Deutschen Diversity-Tag am 31. Mai 2022.

Was bedeutet Vielfalt? Das Team der Geschäftsstelle des EVVC – Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren setzt sich mit dem Thema Diversity auseinander und teilt das in den sozialen Medien. Foto: EVVC

Der EVVC – Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren befasst sich nicht nur zum Diversity-Tag mit dem Thema Vielfalt. 2018 setzt Präsidentin Ilona Jarabek Vielfalt als Thema für die Management-Fachtagung und befragt dazu mit der tw tagungswirtschaft ihre Mitglieder dazu. Damals dachten 38 Prozent der Befragten, dass sie auf eine vielfältige Arbeitswelt vorbereitet seien, 35,2 Prozent dachten das nicht. 26,8 Prozent wussten es nicht. „Zwar konnten die Wenigsten feste Konzepte vorweisen, dennoch war das Thema für 75 Prozent der Befragten schon damals wichtig“, erinnert sich Jarabek. Dass im Zuge des UEFA-Verbots sehr viele Hallen bunt erleuchten, hat sie – anders als AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier – überrascht. Jarabek: „Ich hoffe, dass dieser Zusammenhalt und die Haltung, die die überwiegende Mehrheit zum Thema zeigt, die UEFA zum Nachdenken bringt. Ihre Entscheidung war eher ein Eigentor, da das Thema auf diese Weise eine viel größere Aufmerksamkeit bekommen hat als ursprünglich vorgesehen. Wenn es aber dazu geführt hat, dass sich viele nochmals mit dem Thema Diversität auseinandersetzen, hat es wenigstens etwas Gutes gehabt. Es scheint einen solchen Anstoß immer noch zu brauchen.“

„Das Leben ist bunt“

Ilona Jarabek, Präsidentin EVVC – Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren und Geschäftsführerin der Musik- und Kongresshalle Lübeck, über das Eigentor der UEFA, das Netzwerk „women in congress& events“ und Vielfalt und Toleranz – vor und hinter den Kulissen.

Foto: EVVC

Die Stadthalle Reutlingen ist sich mit ihren Aktionen im Pride-Monat Juni bewusst, dass der Eindruck des Pinkwashing entstehen könnte. Geschäftsführerin Petra Roser entkräftet das. „Wir beschäftigen mit unseren Dienstleistungspartnern Menschen aus vielen Nationen, den unterschiedlichsten Religionen und Neigungen. Im Zentrum steht, gemeinsam erfolgreiche Veranstaltungen zu realisieren – und zwar in einem respektvollen und wertschätzenden Umgang. Das ist für uns alle im Alltag selbstverständlich und nicht an einem Tag festgemacht.“ Die Stadthalle Reutlingen ist Deutschlands erste CO2-neutrale Stadthalle und Green Globe rezertifiziert. Im Rahmen der Audits wird Diversity Management abgefragt. „Wir leben Gleichberechtigung jedoch ganz bewusst unabhängig von Managementplänen externer Institutionen – ganz unaufgeregt und einfach jeden Tag“, erzählt Roser. Sie meint, Diversität sei in der Veranstaltungsbranche und bei der Bevölkerung angekommen. Dass so viele Häuser quer durch die Republik in Regenbogenfarben geleuchtet haben, hat sie begeistert. Für Roser ist nicht entscheidend, ob ein großes oder ein kleines Veranstaltungshaus Farbe bekennt – wichtig sei die Haltung, die damit zum Ausdruck gebracht werde.

Die Stadthalle Reutlingen engagiert sich für soziales Handeln. Zum Weltmädchentag der Vereinten Nationen am 11. Oktober 2021 wird sie wieder in Pink erstrahlen. Foto: Stadthalle Reutlingen

Anders als andere Häuser leuchtet die Stadthalle Reutlingen beim Weltmädchentag der Vereinten Nationen in Pink. Als Frau und Mutter will Petra Roser damit die Benachteiligungen für Mädchen sichtbar machen, die nach wie vor in der Welt bestehen. Ein Zeichen zu setzen – gegen Gewalt an jungen Frauen und Mädchen, für Gleichberechtigung und Toleranz – ist ihr ein großes Anliegen. „Das Einleuchten unseres Hauses am 11. Oktober jedes Jahr zum Welt-Mädchentag der Vereinten Nationen ist unser Signal, dass wir die Belange der Mädchen und jungen Frauen in der Welt unterstützen.“ Wegen der Chancengerechtigkeit hat sich die Stadthalle Reutlingen bei der Kompensation ihres CO2-Ausstoßes über myclimate für ein Projekt in Madagaskar entschieden. Die projektgeförderten Solarkocher verringern den Holzverbrauch beim Kochen und verhindern die Abholzung. Da sich meist Frauen und Mädchen in den schlecht belüfteten Räumen aufhalten oder Holz sammeln müssen, schützt das Projekt ihre Gesundheit. Knapp die Hälfte der Solarkocher stellen die Frauen selbst her. Sie werden geschult und wirken als Multiplikatorinnen für andere Frauen. Petra Roser: „Alle Kinder, also auch und gerade die Mädchen, erhalten durch das Projekt Zugang zur Bildung und so eine Perspektive für ihre Zukunft.“

Kerstin Wünsch

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