Copenhagen 2021

„Ein Fest der Vielfalt“

#YouAreIncluded ist die Botschaft von Copenhagen 2021, der größten LGBTI+ Veranstaltung des Jahres. Elf Nächte lang leuchtet die Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und Malmö in den Farben der Regenbogenflagge. Foto: Allan Toft, Øresundsbron

Unter dem Motto #YouAreIncluded eint Copenhagen 2021 vom 12. bis 22. August 2021 die WorldPride und EuroGames. 1.100 Events in Kopenhagen und Malmö informieren und inspirieren, damit die Menschen aktiv werden und sich für die Menschenrechte starkmachen. Ein Höhepunkt ist die Human Rights Conference in Kopenhagen.

„Wir sind aus aller Welt zusammengekommen, weil wir glauben, dass wir alle gleich geboren sind. Es gibt Platz für jeden von uns. Copenhagen 2021 ist ein Fest der Vielfalt“, sagt Ihre Königliche Hoheit die Kronprinzessin von Dänemark Mary zur Eröffnung der Human Rights Conference am 17. August 2021. Die Konferenz ist ein Teil von Copenhagen 2021, der wichtigsten LGBTI+-Veranstaltung (Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexuell/Transgender und Intersexual) des Jahres, die vom 12. bis 22. August dreifach Premiere hat: Sie umfasst die Events WorldPride und EuroGames, findet in Kopenhagen und Malmö statt und steht unter königlicher Schirmherrschaft. Patronin Mary weiß, dass Minderheiten in Krisenzeiten oft unverhältnismäßig stark betroffen sind, und die LGBT-Gemeinschaft das in der Pandemie stark zu spüren bekommt. Sie appelliert an die Zuhörer in den Øksenehallen in Kopenhagen wie an den Computern zu Hause: „Krisen sind Zeiten, in denen wir uns zusammentun, um einen neuen Weg zu finden und uns auf jene zu konzentrieren, die am verletzbarsten sind.“

Verletzbar gibt sich zur Eröffnung der Konferenz Aron le Fèvre. Der Director of Human Rights Copenhagen 2021 sagt: „Wir leben in Dänemark, aber in Polen, in Ungarn, in Georgien, in der Türkei... in so vielen Ländern wird unsere Gemeinschaft getötet. Das macht mich betroffen. Wir müssen weiter kämpfen.“ Ihm zittert die Hand, als er versucht, seine Rede abzulesen. Dabei braucht le Févre keine Worte: Seine Bewegtheit ist seine Botschaft. „Die Human Rights Conference ist wichtiger denn je, das sehen wir bei den schrecklichen Bildern aus Afghanistan, und das wird Folgen für die afghanische LGBT-Gemeinschaft haben“, geht er zur Pressekonferenz im benachbarten CPH Hotel auf die aktuellen Geschehnisse ein.

“Do your events embody the broadest possible representation of the society we live in?”

Aron le Fèvre, Director of Human Rights at Copenhagen 2021, about the Human Rights Forum, a renewed call for action, the insecurity due to COVID, safe and more inclusive work spaces and the voices of structural and sustainable change.

Foto: Trine Sand Skjøldberg

Der Direktor beginnt er vor sechs Jahren alleine mit den Planungen der Human Rights Conference. Zuletzt unterstützt ihn ein elfköpfiges Team, das so vielfältig ist wie das Programm der Konferenz. Dort kommen Betroffene aus allen Ländern zu Wort, sei es auf der Bühne oder per Live-Schalte. Wer die Lebensgeschichten von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen hört, der bekommt einen (anderen) Zugang zum Thema. Zumal die gleichgeschlechtliche Sexualität in 69 Staaten nach wie vor strafrechtlich verfolgt wird und in elf Ländern unter Todesstrafe steht.

Countries where homosexuality is illegal:

Afghanistan, Algeria, Antigua & Barbuda, Bangladesh, Barbados, Bhutan, Brunei, Burundi, Cameroon, Chad, Comoros, Cook Islands, Dominica, Egypt, Eritrea, Eswatini, Ethiopia, Gambia, Ghana, Grenada, Guinea, Guyana, Iran, Jamaica, Kenya, Kiribati, Kuwait, Lebanon, Liberia, Libya, Malawi, Malaysia, Maldives, Mauritania, Mauritius, Morocco, Myanmar, Namibia, Nigeria, Occupied Palestinian Territory (Gaza Strip), Oman, Pakistan, Papua New Guinea, Qatar, Saint Kitts and Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent and The Grenadines, Samoa, Saudi Arabia, Senegal, Sierra Leone, Singapore, Solomon Islands, Somalia, South Sudan, Sri Lanka, Sudan, Syria, Tanzania, Togo, Tonga, Tunisia, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Uzbekistan, Yemen, Zambia, Zimbabwe

Source: Official Guide Copenhagen 2021

Die Human Rights Conference in den Øksenehallen, einem ehemaligen Schlachthof in Kopenhagen mit 5.000 qm Veranstaltungsfläche, lässt sich Ken Brix Andersen nicht entgehen. Die Øksenehallen liegen wie das CPH Hotel wenige Schritte vom Hauptbahnhof Central Copenhagen entfernt und gehören zur Gruppe DGI-Byen. Dort ist Andersen als Development Executive tätig und hat sechs Jahre lang mit Aron le Fèvre zusammengearbeitet. Er ist überzeugt: „Die Menschenrechtskonferenz ist für Kopenhagen absolut relevant. Kopenhagen ist eine offene Stadt. Wir wollen der Welt zeigen, wie tolerant wir sind. In anderen Städten könnte sich diese Konferenz nicht überall ausbreiten und ihre Botschaft verbreiten: You Are Included.“

Ken Brix Andersen, Development Executive bei DGI Byen, und Anne Marie Barsøe, Manager Press und PR bei Wonderful Copenhagen, auf der Human Rights Conference in den Øksenehallen: „Die Human Rights Conference ist sehr relevant für Kopenhagen." Foto: tw tagungswirtschaft

Menschenrechte im Mittelpunkt Die Human Rights Conference konzentriert sich vom 17. bis 19. August 2021 auf die globale LGBTI+-Situation. Der erste Konferenztag beginnt mit dem Thema „Impact of COVID19 on the LGBTI+ Community“ und endet mit „The role of Europe for LGBTI+ Inclusion at Home and Abroad“. Das Programm umfasst Erklärungen von hochrangigen Vertretern wie Michelle Bachelet, UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, acht Plenarsitzungen, mehr als 50 Break-out-Sitzungen, zahlreiche Networking-Sitzungen sowie Meet-and-Greets.

Was eine Menschenrechtskonferenz bewirken kann? „Politiker reagieren auf Druck. Ich hoffe, dass wir eine starke Botschaft haben werden, dass die Menschenrechte geschützt werden müssen.“

Terry Reintke, stellv. Vorsitzende der Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz

Die Inhalte umfassen zehn Themenbereiche, etwa Politik und Recht, Bildung, Arbeitsmarkt und Zivilgesellschaft sowie „Pride“ als globale Bewegung für Menschenrechte. Die Konferenz ist ein Teil des Human Rights Forums im Rahmen von Copenhagen 2021. Bei allen Events stehen die Menschenrechte im Mittelpunkt, um Gleichstellung und Vielfalt voranzutreiben. Dazu trägt die LGBTI+-Messe in der UN City ebenso bei wie die Øresund Declaration, das Vermächtnis von Copenhagen 2021.

The Øresund Declaration

The Øresund Declaration is a multi-level statement of intent for global LGBTI+ equality by 2030. It will be at the core of the legacy of Copenhagen 2021, ensuring the causes we highlight in August 2021 will have longevity long beyond the event.

Während bei der Human Rights Conference und der interparlamentarischen Plenarversammlung im Christiansborg Palace, dem dänischen Parlament, nur Registrierte oder Gäste auf Einladung zugelassen sind, steht das 1:1 Democracy Festival allen offen. Direkt vor den Øksenehallen, dem Tagungsort der Human Rights Conference, suchen Organisationen wie Amnesty International und Unternehmen wie KPMG das Gespräch. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist Partner der WorldPride und EuroGames und unterstreicht mit dieser Partnerschaft die Bedeutung der Gleichberechtigung für alle, unabhängig davon, wer man ist, wen man liebt oder woran man glaubt. "Bei KPMG sind unsere Mitarbeitenden unsere wertvollste Ressource, und wir möchten eine Kultur schaffen, in der sich jeder sicher fühlt und den Mut hat, er selbst zu sein."

Auf dem 1:1 Democracy Festival vor den Øksenehallen suchen KPMG-Mitarbeiter das Gespräch mit den Teilnehmern Human Rights Conference und der Öffentlichkeit. Foto: tw tagungswirtschaft

Copenhagen 2021 mit WorldPride und EuroGames Copenhagen 2021 baut auf vier Säulen auf: WorldPride und EuroPride, den EuroGames, Kunst und Kultur. „Pride ist die größte Menschenrechtsbewegung. Wir sind die kleinste WorldPride, aber mit dem größten Menschenrechtsforum mit 1.000 Delegierten. New York hatte nur 200 Delegierte“, erzählt Steve Taylor stolz. Der Head of Communication von Copenhagen 2021 sitzt mit seinem Medienzentrum im Gebäude der Dansk Industri. Der Verband der dänischen Industrie zählt 18.000 Mitglieder und zu den großen Unterstützern. Von dort übersieht Taylor den Rathausplatz, der in diesen Tagen als WorldPride Square dient – und mit seiner Bühne und seinen Buden der Begegnung. Taylor ist wichtig, dass die Veranstaltung nachwirkt und etwas hinterlässt: „Die Menschenrechte untermauern alles, was wir tun, und die Öresund-Erklärung mit 15 Forderungen für LGBT bis 2030 wird unser Vermächtnis sein. Wir werden unsere Dateien nicht löschen, sondern sie im Dezember online veröffentlichen. Wir wollen eine offene Quelle sein.“

„We won’t delete our files, but share them and publish them in December online. We want to be an open source.“

Steve Taylor, Head of Communication of Copenhagen 2021

Schließlich wandert die WorldPride, das weltweit wichtigste LGBTI+-Event, alle zwei Jahre weiter und 2023 nach Sydney, vom 17. Februar bis 5. März. Die EuroPride geht 2022 nach Belgrad und die EuroGames nach Nijmegen. Es ist das erste Mal, dass die WorldPride nach Stationen in Rom, Jerusalem, London, Toronto, Madrid und New York City nach Skandinavien kommt. Die WorldPride ist lizenziert durch InterPride und 2021 organisiert von Happy Copenhagen, eine von Copenhagen Pride gegründete Projektorganisation. Die wichtigsten WorldPride-Events sind die Opening Ceremony, die WorldPride Concerts und die WorldPride Parade. Dieses Jahr fällt die Parade wegen der Pandemie aus und wird ersetzt durch eine Serie von Spaziergängen, um Aufmerksamkeit für die LGBTI+-Thematik zu schaffen.

Die Lizenz für die EuroGames hat Pan Idræ inne. 2021 nehmen 2.000 Athleten aus 50 Ländern an Wettkämpfen in 22 Sportarten teil. Außerdem schließt das „Sports To The People program“ weitere 70 öffentliche Sportveranstaltungen in und um Kopenhagen herum, und das Hafenbad Islands Brygge wird zum Sports Village. Gleichzeitig organisieren die kulturellen Einrichtungen rund 700 Events in Kopenhagen und Malmö. Mit von der Partie sind Theater und Kulturstätten wie das Nationalmuseet, Folketeatret, Nikolaj Kunsthal, Kulturhuset Islands Brygge, aber auch Orte wie Kopenhagens historischer „Gammel-Strand“ für das Fluid Festival, das Frauen und Non-Binary-Identitäten feiert.

„Pride means for me standing up for myself in the world. Demanding respect. Being visible and impossible to ignore. A show of strength and defiance and a way of recharge our batteries by showing up for each other.“

Lars Oskan-Henriksen, Director of WorldPride at Copenhagen 2021 WorldPride & EuroGames

Die Pandemie als größte Herausforderung „Die größte Herausforderung für Copenhagen 2021 ist die Pandemie“, erklärt Kommunikationschef Taylor und ergänzt: „Covid hat unsere Pläne über den Haufen geworfen. Die Regeln und Vorschriften haben sich ständig und oft ohne Vorankündigung geändert.“ Ursprünglich rechneten die Organisatoren mit einer Million Besucher aus dem Inland und 250.000 bis 300.000 aus dem Ausland, nun sind es 250.000 bis 300.000 Personen aus dem Inland und 35.000 bis 40.000 aus dem Ausland. Zum Zeitpunkt von Copenhagen 2021 sind in Dänemark laut SSI – Statens Serum Institut 74,2 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft und 84,2 Prozent einfach (Stand 16. August 2021). Die Dänen tragen im einen „Coronapas“ bei sich, der im Rahmen des EU Covid Digital Certificate nachweist, dass sein Träger geimpft, genesen oder getestet ist mit einem PCR-Test, nicht älter als 96 Stunden. Wer eine Maske tragen will, kann das tun. Pflicht ist es in Kopenhagen seit Mitte August nicht mehr; weder im öffentlichen Nahverkehr noch in den Venues, Hotels oder Restaurants – mit Ausnahme des internationalen Flughafens.

Covid19 – Staying safe at WorldPride and EuroGames

We are acting on the advice of the Danish and Swedish health authorities and police, and local and national governments. We are committed to ensuring the safety of all participants at all of our venues. All our events are going ahead, and you can read more about all our events on our website and in our app. Access to venues via Coronapas.

Immerhin sieht Steve Taylor einen Silberstreif am Horizont: „Die Pandemie hat uns dazu gezwungen, unsere Veranstaltungen zu überdenken und sie durch neue Plattformen zugänglicher zu machen. Viele Menschen im globalen Süden konnten nicht teilnehmen, jetzt können sie sich mit anderen austauschen.“ Die meisten Pride-Organisationen waren gezwungen, digital zu denken und würden künftig digitale Elemente in ihren Events vorsehen. Aus Budgetgründen nutzt Copenhagen 2021 für das Live-Streaming Youtube und die Breakouts Zoom und Slido. „Wir haben ein kleines Budget“, informiert Taylor. Die Stadt Kopenhagen hat 17,3 Mio. Dänische Kronen (ca. 2,32 Mio. Euro) bereitgestellt. Taylor betont: „Dänemark und Kopenhagen haben uns enorm unterstützt. Nie zuvor wurde eine Pride-Veranstaltung so stark von der Regierung, den Ministerien, Wonderful Copenhagen und allen städtischen Organisationen suportet – finanziell, emotional und praktisch.“

„The pandemic forced us to rethink events and to make them more accessible with new platforms.“

Steve Taylor, Head of Communication of Copenhagen 2021

Unterstützer sind zudem zahlreiche Partner und Sponsoren. Unter den Official Sponsors sind Coca-Cola und die Danske Bank, unter den Official Partners Lego und KPMG und unter den Sponsoren IBM und die Nordic Choice Hotels mit 200 Hotels. Petter A. Stordalen, Gründer der Nordic Choice Hotels, betrachtet die WorldPride als eine der wichtigsten Veranstaltungen überhaupt. Vielfalt bedeutet für ihn Kultur. Seine Stordalen Foundation setzt sich für Nachhaltigkeit ein. Davon zeugt die Villa Copenhagen, heute ein 5-Sterne-Hotel mit 390 Zimmern und Suiten direkt am Hauptbahnhof. Der norwegische Milliardär investiert 1,7 Mrd. Dänische Kronen in den Kauf und Umbau der ehemaligen Post- und Telegraphen-Station anno 1912 und eröffnet im Juli 2020 – inmitten der Coronakrise. Die bis dahin gebuchten Zimmer sowie Konferenzen in den drei größeren Räumen à 400 qm, dem Ballsaal und den kleineren acht Räumen werden storniert. Ein Jahr später kommt das Haus auf eine Auslastung von gut 50 Prozent, die kleineren Räume sind überwiegend von dänischen Firmen belegt.

Die Villa Copenhagen eröffnet inmitten der Pandemie im Juli 2020. Die ehemalige Post- und Telegraphen-Station anno 1912 bietet heute 390 Zimmer und Suiten. Foto: Villa Copenhagen, Stine Christiansen

„Die meisten strengen Beschränkungen wurden in Dänemark schrittweise aufgehoben, dazu gehören Gesichts­masken, Menschen­ansammlungen, Versammlungs­beschränkungen, Einschränkungen für Restaurants und Bars einschließlich der Öffnungszeiten usw. Im Allgemeinen sind die Dänen und ihr gesellschaftliches Leben näher an der Normalität als jemals zuvor während der Pandemie. Dies ist auf eine strenge Überwachung und ein hohes Maß an Tests zurückzuführen“, beschreibt General Manager Peter Høgh Pedersen Ende August die Covid-19-Situation in Dänemark und der Villa Copenhagen. Handdesinfektionsmittel bleiben in vielen öffentlichen Bereichen und der Villa Copenhagen weit verbreitet und die Mitarbeiter wachsam. „Was die Villa Kopenhagen betrifft, so sehen wir eine erhöhte Nachfrage nach größeren Tagungen und Veranstaltungen, und die dänische Bevölkerung scheint im Allgemeinen entspannter zu sein, was auf die Erfolge bei den Tests und Impfungen zurückzuführen ist“, gibt sich General Manager Høgh Pedersen zuversichtlich.

Neue Hotels in Kopenhagen 2021 und 2022

Trotz der Covid-19-Pandemie hat in Kopenhagen eine Reihe neuer Hotels eröffnet:

  • Comwell Copenhagen Portside (Januar)
  • Comfort Hotel Copenhagen Airport (März)
  • das Scandic CPH Strandpark (Mai)
  • NH Collection (September)
  • Scandic Nørreport (November)
  • Scandic Spectrum (März 2022)

Zu den Institutional Supporters zählt Wonderful Copenhagen und damit das Convention Bureau. Neben der Werbung für die Veranstaltung ist das Copenhagen Convention Bureau federführend bei der Mittelbeschaffung gewesen und dem kreativen Prozess, der zur Bewerbung führte. Das Team von Kit Lykketoft, Head of Convention, arbeitet eng mit den Organisatoren Happy Copenhagen zusammen. Für sie ist Copenhagen 2021 von großer Bedeutung und Vielfalt ein Standortfaktor für ihre Destination. Das weiß Lars Oskan-Henriksen zu schätzen, denn Copenhagen 2021 sei keine Blase für sich, sondern in die Stadt integriert. Dem Direktor von WorldPride ist bewusst, dass das alles andere als selbstverständlich ist und nicht überall denkbar. Oskan-Henriksen betont: „Wir leben auch in einer Zeit, in der die Rechte von LGBTI+ vielerorts infrage gestellt werden – auch in Europa.“

Foto: Wonderful Copenhagen

„The matter of diversity is here to stay“

Kit Lykketoft, Head of Convention at Copenhagen Convention Bureau, talks about Copenhagen 2021 and a growing attention to the equality and diversity agendas – and to the feeling of belonging.

Copenhagen 2021 is the largest LGBTI+ event in 2021. Why does it matter for Copenhagen as a destination for conferences and events? Copenhagen 2021 has been great importance for Copenhagen for several reasons. Diversity is a core value at the destination, and both winning and staging the international event, underscores this considerably. Looking to the future, the ambition is to show the world, that Copenhagen and the locals support equal rights for all, just as we support the UN SDGs, and that the topic is something that matters – or should matter – to any event held. How did the convention team at Wonderful Copenhagen CVB support the organizers? Besides promoting the event following the win, Wonderful Copenhagen CVB was lead on the fundraising and creative process leading to the bid in close collaboration with Happy Copenhagen, the organizers of the event. We also participated in Indianapolis, when the bid was won. Her Royal Highness The Crown Princess of Denmark said: „Copenhagen 2021 is a celebration of diversity.“ Do you think that the issue of diversity will play a greater role at events in the future? Without doubt, the matter of diversity is here to stay. There is a growing attention to the equality and diversity agendas – and to the feeling of belonging. The latter has become key for events held today and in future. Copenhagen 2021 was held under the headline „You are included“, and thus clearly signalling that no matter who you are, you are welcome in Copenhagen, and which should be felt when visiting too. If you are truly able to create that feeling at an event, then success is inevitable.

Dänemark und Schweden gehören seit Jahrzehnten zu den fortschrittlichsten Ländern der Welt bei der Gleichstellung von LGBTI+. In Dänemark wurde Homosexualität 1933 entkriminalisiert, in Schweden 1944. 1989 nahm Dänemark eine Vorreiterrolle ein, als im Kopenhagener Rathaus die weltweit erste rechtsgültig eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft geschlossen wurde. Dänen wie Schweden drängen weiterhin auf Verbesserungen bei der LGBTI+-Gleichstellung. Die Öresundbrücke verbindet den Osten Dänemarks und den Süden Schwedens und damit vier Millionen Menschen. Für Copenhagen 2021 wimmelt es in Kopenhagen und Malmö von bunten Fahnen. Und während das dänische Außenministerium einen Regenbogen in den Himmel in Richtung des Parlaments projiziert, erleuchten die Pylonen der Öresundbrücke und die Ørsted-Windturbinen im Kraftwerk Avedøre in Regenbogenfarben: #YouAreIncluded.

Kerstin Wünsch

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