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Corona und Events:

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Wie entwickelt sich das Business?

Die Kongresswirtschaft war jahrelang ein Wachstumsmarkt. Die Corona-Pandemie trifft sie hart. Nach den schrittweisen Lockerungen sorgen steigende Infektionszahlen und eine mögliche zweite Welle für eine große Planungsunsicherheit gepaart mit der Frage: Wann kommt das Event Business zurück? Was sagen SAP und Bayer, VDE und bvik?

Letztes Jahr stellte der deutsche Tagungs- und Eventmarkt einen neuen Rekord auf: 423 Mio. Menschen nahmen an Tagungen, Kongressen und Events in deutschen Veranstaltungsstätten teil und damit 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein „neues Allzeit-Hoch“ für die Initiatoren, den Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC), das German Convention Bureau (GCB) und die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT), des Meeting- & Eventbarometers Deutschland 2019/2020, durchgeführt vom Europäischen Institut für Tagungswirtschaft (EITW). Sogar zweistellig legte der Anteil ausländischer Teilnehmer mit 15,9 Prozent zu und kam auf 43,2 Mio. Teilnehmer. Die Zahl der Veranstaltungen blieb mit 2,89 Mio. im Vergleich zu 2018 konstant.

In dieser Ausgangslage trifft die Corona-Pandemie den Tagungs- und Kongressmarkt in Deutschland hart: Veranstaltungen fallen aus, werden verschoben oder virtuell bzw. hybrid abgebildet. Die Umsätze brechen ein, Verluste und Insolvenzen drohen. Im Mai erschienen, spielt das Meeting- & Eventbarometer Deutschland 2019/2020 zwei Szenarien für die Entwicklung des Veranstaltungsgeschäftes durch.

Das erste Szenario nimmt an, dass der Höhepunkt der Corona-Pandemie zwischen Juni und August 2020 erreicht wäre. Die Erholung der Branche könnte im September beginnen. In diesem Fall fände lediglich ein Drittel aller geplanten Veranstaltungen statt. Nach der Lockerung der Auflagen und einer schrittweisen Zulassung von Versammlungen könnten sich kleine Veranstaltungen bis Dezember 2020 erholen. Mittelgroße und große Veranstaltungen benötigten länger, erstere bis Februar 2021 und zweitere bis April oder Mai 2021.

Das zweite Szenario geht davon aus, dass erste Veranstaltungen nicht vor Dezember 2020 stattfinden. Damit käme es für 2020 zu einem Ausfall von neun von zehn Veranstaltungen. Die damit verbundenen Verluste wären auch im Folgejahr spürbar, da mit einer Erholung des Marktes nicht vor Mitte 2021 zu rechnen wäre. Kleinere Veranstaltungen könnten für eine Normalisierung bis ins Frühjahr 2021 benötigen. Für mittelgroße Veranstaltungen würde mit dieser ab Sommer 2021 zu rechnen sein, für Großveranstaltungen nicht vor Herbst 2021.

Auch vier Monate nach Erscheinen des diesjährigen Meeting- & Eventbarometers Deutschland bleiben der Ausgang der Szenarien ungewiss und Prognosen zum Restart gewagt. Schließlich verunsichern steigende Infektionszahlen sowie die Sorge um eine zweite Welle Eventmanager und erschweren die Planung von Veranstaltungen. Dabei wird die Frage immer drängender, wie sich Business Events entwickeln und wann sie sich erholen werden. Wir haben deshalb bei Unternehmen und Verbänden nachgefragt: