Synopsis

„Back to normal“ oder neu denken?

„Ganz klar: neu denken!“, schreibt David Friedrich-Schmidt vom dritten Tag des 94. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie 2021. Foto: DGN, Claudius Pflug

Veranstaltungen sind im Herbst wieder möglich gewesen – und wir haben uns auf den Weg gemacht. Haben Selfies gemacht, wie wir im Zug oder Flugzeug sitzen, wie wir im Saal oder am Stand auf andere Menschen treffen und haben das auf LinkedIn geteilt. Wären da nicht die Masken, hätten sich diese Bilder wenig von jenen vor Corona unterschieden, oder?

Wie sehen Sie das?“, haben wir Sie gefragt. „Und wie handhaben Sie das für Ihre Veranstaltungen: ‚Back to normal‘ oder neu denken?“ Sie haben uns zahlreich geantwortet. Dafür danken wir Ihnen herzlich und veröffentlichen im Folgenden Ihre Statements.

David Friedrich-Schmidt

Leiter Projekte & Administration der DGN (Deutsche Gesellschaft für Neurologie) Dienstleistungsgesellschaft:

Ganz klar: Neu denken! Beim Schreiben dieser Zeilen haben wir den dritten Tag des 94. DGN-Kongresses fast geschafft. Aus Fairness und Verantwortungsgefühl gegenüber unseren Teilnehmenden, Partnern, Ausstellern und Sponsoren noch mal als „Online Plus“-Format statt hybrid. Die Referierenden sind in unseren Studios vor Ort. Das ist toll, denn es macht Austausch, Gespräche und zwischenmenschliche Interaktion wieder ein wenig möglich. 2022 machen wir den Kongress dann hoffentlich wirklich hybrid: fokussiert auf fünf große Säle mit den Highlights aus Wissenschaft und Fortbildung, mit deutlich verlängerten Pausen für Networking und Information. Keine 17 Säle parallel mit einem vollgepackten Programm. Und alle haben die Wahl: Präsenz + Online oder nur Online – so wie es jedem beliebt. Das ist das „New Normal“. Für uns alternativlos.

Foto: DGN, Claudius Pflug

Gerhard Stübe

Präsident Austrian Convention Bureau und Geschäftsführung Kongresskultur Bregenz:

Wie hat doch unsere Branche in den letzten zwei Jahren von der Politik Planungssicherheit gefordert. Umsonst. Planen, zumindest langfristiges Planen, ist sinnlos vergeudete Zeit und alles andere als sicher. Wir brauchen neue Denkansätze, Skills, neue Ideen, Möglichkeitsräume, in welchen wir uns ausprobieren. Neue Lehrpläne, neue Unterrichtsfächer, in welchen wir lernen, mit Unsicherheit umzugehen, mit ihr zu leben und zu arbeiten. Diejenigen, die sich mit solchen Themen schon beschäftigt haben, werden die Nase vorne haben. Sie werden Kund:innen überzeugen, über den Sinn und Nutzen ihrer Veranstaltung nachzudenken. Sie werden ihnen helfen, interaktive und kollaborative Formate zu finden. Sie werden mutig und selbstbewusst agieren und sehen dadurch mehr Sinn in ihrem Tun. Sie übernehmen Verantwortung. Das gibt Sicherheit. Wie klingt das? Verfolgenswert, meine ich.

Foto: Austrian Convention Bureau, convention-photography.at

Dr. Christina Buttler

Director Strategy & Innovation und Director Healthcare, mci:

Die Pandemie hat viele gesellschaftliche Trends und Megatrends verstärkt. An erster Stelle die Digitalisierung. Die digitale Wissensvermittlung z.B. funktioniert hervorragend. Die Zukunft wird zeigen, ob Menschen bereit sind, nur für das Anhören und marginale Diskutieren von Vorträgen zu reisen. Sustainability, der Wunsch, nachhaltiger zu leben, bewegt immer mehr Menschen. Die Pandemie zeigt, dass virtuelle Teilhabe möglich ist: Deshalb hinterfragen zunehmend Menschen, ob die Fortbildung oder das Business-Event wirklich eine Reise erfordert. Erfolgreiche Formate brauchen Interaktion, Partizipation, Co-Creation, Raum und Zeit für den Dialog und die Begegnung auf Augenhöhe. Die Frage virtuell oder physisch ist kein Entweder-oder, hybrid sollte auch zeitversetzt gedacht werden. Event-Angebote sollten virtuell und physisch sein, live und on Demand. Communities und 365-Tage-„Veranstaltungen“ gehört die Zukunft.

Foto: mci

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Beno Brězan

Event Consultant & Producer, creating hybrid communities:

Wenn ich meinen Kunden erkläre, dass es nicht mehr nur den einen Event gibt, wo man sich einmal trifft und alles Wichtige veranstaltet, sondern sich durch die digitale Ebene Raum und Zeit unendlich erweitern lassen – dann verstehen sie auch, dass es nicht mehr nur darum geht, ein Event für ein Publikum zu veranstalten, sondern eine ganzjährig aktive Community mit digitalen und analogen Angeboten zu versorgen. Oder glauben Sie, dass der Augenarzt sich nach erfolgreicher Kongressteilnahme bis zum nächsten Jahr nicht mehr für das Thema interessiert? Digital: Vorträge on Demand, Meet-ups, Networking, Symposien, Workshops, Podcasts, Interviews, Gewinnspiele ... Analog: Podiumsdiskussionen, Workshops, Hands-on, touristische Angebote, Messe, Kultur, Gemeinsamkeit, Austausch, Erlebnisse … Aktuell begleite ich mehrere Veranstalter auf diesem Weg – und es fühlt sich richtig an!

Foto: Beno Brězan

Rainer Kretzer

geschäftsführender Gesellschafter Converia:

Ich sehe vor allem Selfies von Veranstaltern, die froh sind, wieder das zu tun, was für sie vor der Pandemie normal war. Auffällig ist hier, was wir in letzter Zeit bei Befragungen unserer Kunden lesen. Auf die Frage, wo sie die Zukunft akademischer Konferenzen sehen, antwortet der größte Teil „hybrid“, auf die Frage, wie sie ihre nächste Veranstaltung organisieren möchten „vor Ort“. Mich freuen Veranstalter, die ihre Teilnehmer:innen fragen, was sie sich wünschen. Ein Kunde teilte uns kürzlich mit, dass er nach der Pandemie wieder komplett vor Ort gehen wollte. Dann befragte er noch einmal seine Teilnehmer:innen, was sie sich wünschen. Und? Der größte Teil wollte wieder online tagen. Bisher ist meine Wahrnehmung: Während viele Veranstalter so weitermachen möchten, wie sie vor der Pandemie aufgehört haben, möchte ein bedeutender Teil der Teilnehmer*innen die oft wesentlich einfachere Möglichkeit nutzen, online teilzunehmen.

Foto: Guido Werner

Juliane Jähnke

agendum – Leidenschaft für Messen:

Veränderung macht Angst, bedeutet Kraftaufwand und Wille zum Wandel. Unsere Messewelt verändert sich enorm. Es gelten nicht mehr die alten Rezepte, das Business-Modell Quadratmeterpreis funktioniert nicht mehr überall. Ich glaube an Vielfalt: Wichtiger denn je ist es, Marktentwicklungen in Branchen und der Gesellschaft zu verstehen und für Bedürfnisse von und zusammen mit Marktteilnehmern Events mit klarem Nutzenfokus zu entwickeln. Dazu gehört eine Art Ökosystem von Tools: zum Einsatz vor Ort, vor und nach den Events online oder auch als ganzjähriges Angebot. Zudem ist Content nicht mehr Vehikel für die Kommunikation von Veranstaltern, sondern originärer Bestandteil eines Produkts. Nur so entstehen Akzeptanz, Relevanz sowie die Chance einer Zusammenarbeit mit Branchen und Communities auf Augenhöhe. Lasst uns das mutig anpacken!

Foto: agendum

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Christian Woronka

Director Vienna Convention Bureau & Market Management bei Wien Tourismus:

„Back to normal“ oder „neu denken“ – wer definiert Normalität? Bereits vor Corona gab es unterschiedliche Entwicklungen in der Branche. B2B-Veranstaltungen waren nicht gleich und werden es in Zukunft nicht sein: Diversität zählt. Die Pandemie hat Prozesse beschleunigt, so manche Veränderung wurde früher vollzogen als geplant. Die Experimentierfreude ist gestiegen. Wer über den Tellerrand schaut und von anderen Branchen lernt, profitiert. Klar ist: Wir leben nun bewusster, das wird sich auf das Reiseverhalten und Veranstaltungen auswirken. Klar ist aber auch, dass die menschliche Komponente noch stärker in den Fokus rückt. Statt über Normalität sollten wir darüber diskutieren, wie man die Interessen von Veranstaltern, Ausstellern und Teilnehmer:innen künftig optimal verknüpft und dabei (im Idealfall) den Mehrwert für die Destination stärkt.

Foto: Martina Siebenhandl

Enrico Dressler

Geschäftsführer smartEvents, Certified Partner „hopin“:

Unser daily Business spiegelt gerade zwei Welten wider: Es gibt eine signifikante Anzahl an Veranstaltern, welche wieder in die alten Abwicklungen zurückwollen, ohne mit den neu gewonnenen Mitteln zu arbeiten. Auf der anderen Seite sehen wir bei Kunden viele Wünsche, aus den veranstalteten virtuellen Events das Beste zu extrahieren und mitzunehmen. Es gibt bereits Vorplanungen bis tief in das neue Jahr, um analog / digital / virtuell / hybrid von Anfang an in die Konzepte einfließen zu lassen. Interessanterweise nicht nur bei den großen Unternehmen, sondern auch bei kleineren Mittelständlern. Das ist aber das Schöne an der neuen Welt. Auch mit überschaubarem Aufwand gehen Aktivierungen und Motivationsmaßnahmen. Was alle eint: Die Arbeitslast ist mit den zusätzlich zu beachtenden Covid-19-Maßnahmen noch größer geworden. Dies hat sicher einen großen Anteil daran, nicht noch Energie in neue Formate zu stecken zu können.

Foto: Enrico Dreßler

Jutta Heinrich

Leiterin Frankfurt Convention Bureau:

Nach langer Zwangspause ist es für viele Anbieter aktuell die oberste Priorität, ihre Veranstaltungsräume zu füllen und damit aus der prekären finanziellen Situation herauszukommen. Auch der Wunsch nach persönlichem Austausch gibt klassischen Präsenzveranstaltungen neuen Aufwind. Langfristig wird ein Umdenken jedoch unausweichlich sein, denn die Bedürfnisse der Teilnehmenden ändern sich stetig. Faktoren wie neue Arbeitsmodelle, Stadtflucht und politische Rahmenbedingungen werden das Verhalten der Teilnehmenden nachhaltig verändern. Veranstaltungen können, meines Erachtens, zukünftig nur dann erfolgreich sein, wenn die persönliche Anwesenheit einen Mehrwert gegenüber der virtuellen Teilnahme bietet. Dafür müssen authentische und besondere Orte und Formate geschaffen und alte Muster durchbrochen werden.

Foto: #meetfrankfurt, David Vasicek

Ronald Kötteritzsch

Director Marketing & Sales Congress Center Leipzig (CCL):

In dieser Diskussion geht um unser Rollenverständnis. Beschränkt es sich darauf, für Veranstalter unsere Räume aufzuschließen, zu beleuchten oder ein Streamingsignal zu produzieren? Das greift zu kurz. Und für die Besten unserer Branche schon lange. Dies zeigen die Aktivitäten des GCB, das sich seit Jahren mit Zukunftstrends beschäftigt. Stichworte sind Future Meeting Space oder das Whitepaper zu den Herausforderungen der Post-Corona-Epoche. Unsere moderne Rolle besteht auch darin, unsere Netzwerke und Expertise-Cluster in den Dienst der Veranstalter zu stellen. Ihnen neuartige analoge und virtuelle Räume und Methoden für den Austausch zu eröffnen. Und gemeinsam Verantwortung für ökologische Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu übernehmen. Das neue Denken hat schon vor der Pandemie angefangen. Wichtig ist, dass wir diesen Weg mit unseren Kunden beschreiten.

Foto: CCL

Sylvia Kanitz

Referentin Marketing beim AUMA Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft:

My two cents“ dazu, die ich auch durch die Analyse vom ifo-Schnelldienst bestätigt sehe: Messen werden auch zukünftig für ausstellende Unternehmen von zentraler Bedeutung sein. Digitale Erweiterungen werden dies ergänzen und bereichern. Willkommen im „New Normal“.

Foto: AUMA

Michael Mattis

Inhaber AMC Media Network, Veranstalter DIGITAL FUTUREcongress:

Ein wirklich spannender Beitrag. Als Veranstalter des DIGITAL FUTUREcongress, den wir seit knapp zehn Jahren durchführen, machen wir im Moment auch viele Erfahrungen. Auf der einen Seite sind die Aussteller, die sagen: „Wir nehmen nur teil, wenn es 2G ist.“ Und genauso konsequent sind andere unterwegs mit ihrer Meinung: „Wir wollen niemanden ausschließen. Deswegen unbedingt 3G." In jedem Fall stellen wir im Moment noch eine hohe Verunsicherung bei allen Ausstellern fest. Das ist schade, denn es ist so wichtig, dass wir uns bald einmal wieder in einer realen Veranstaltung normal begegnen können. Wir tun jedenfalls alles dafür, dass sich Besucher und Aussteller gleichermaßen wohlfühlen. Alle reden von Digitalisierung, aber die wenigsten wissen, wo sie anfangen sollen. Ein persönliches Gespräch an einem Messestand kann hier viel bewegen. Das ist unsere Mission.

Foto: AMC Media Network

Stefan Knecht

CEO und Founder Lumitos:

Mein Eindruck ist, dass viele Veranstalter und Aussteller die letzten 18 Monate leider kaum genutzt haben, um ihre Hausaufgaben zu machen. Während die Messegesellschaften leichtfertig nach digitalen Verlängerungen oder Ganzjahresplattformen rufen, freut sich die Mehrzahl der B2B-Firmen wieder über die Teilnahme an Messen, wie zahlreiche Posts zeigen. Und wo ist jetzt das Neue? Ganzjahresplattformen = Portale gibt es für jede Branche wie Sand am Meer. Wozu braucht es jetzt noch Messegesellschaften, die hier auch noch mitspielen wollen? Und dass ich als Aussteller über digitale Medien mehr Besucher erreiche als nur mit einem Event, das war schon vor Corona bekannt. Ein Umdenken ist erforderlich, das die Interessen von Besuchern, Ausstellern und Veranstaltern zusammenbringt und dann online und offline vernetzt. Dazu müssen aber alle zusammenarbeiten. Sonst wird das nix!

Foto: Stefan Knecht

Jutta Widrinsky

Marketing und Kommunikation für All4Net und Smart2Biz:

Auf der einen Seite gibt es diese Sehnsucht nach den sozialen Kontakten, dem direkten Austausch und dem ungezwungenen Plaudern und damit den Wunsch nach Präsenzveranstaltungen. Aber: Wenn ich zurückschaue auf das vergangene Jahr und die Online-Veranstaltungen Revue passieren lasse, dann fällt mir eines auf: Nachhaltigeres und zielgerichtetes Netzwerken war noch nie so einfach wie mit den digitalen Formaten. Sie bieten Chat- und Networking-Gelegenheiten, bei denen ich oft schon im Vorfeld erkenne, wer meine potenziellen Gesprächspartner:innen sind. So kann ich gezielt Teilnehmer:innen ansprechen, bei denen ich mir anhand ihrer Profile lohnende Gespräche erhoffe – und das ganz einfach am Bildschirm. Solche vielversprechenden Kontakte in dieser Übersicht und Dichte bekomme ich nur in digitalen Formaten.

Foto: All4Net

Gernot Marx

Leiter Salzburg Convention Bureau:

Die Breite an Veränderungen bringt immer mehr Komplexität und Mehrdeutigkeit mit sich. Damit müssen wir umgehen, aber es schürt Unsicherheit. In unserem Gehirn ist das mit Gefahr und Verletzlichkeit verbunden. Eine kognitive Dissonanz für jene, denen Veränderung nicht schnell genug geht, und jene, die mit dem Change nicht mithalten können. Das zieht Attributionen und Zuschreibungen, konkret „blaming others“, auf der einen Seite und Reaktanz auf der anderen Seite nach sich. Die einen sind unzufrieden, dass Veränderung nicht rasch genug mitgetragen wird. Andere fühlen sich unverstanden und unter Druck gesetzt. Wer sich „Leading Change“ verschreibt, übernimmt eine der härtesten Aufgaben. Er muss Brücken bauen zu jenen, die die Geschwindigkeit nicht halten wollen oder können. Man muss die eigenen Ziele zum Verständnis anderer zurückstellen und gerade das, was man nicht hört, ganz genau wahrnehmen.

Foto: Salzburg Convention Bureau

Christoph Rénevier

Geschäftsführer von Fleet Events:

Die Pandemie hat die Eventbranche nachhaltig verändert. Menschen schätzen die Möglichkeit, sich vor Ort beraten zu lassen, Produkte zu testen und nach Herzenslust zu shoppen, immer noch. Trotzdem haben auch Digital-Angebote nachhaltig an Bedeutung gewonnen. Je nach Inhalt und Zielgruppe glauben wir an die Parallelität von digitalen und physischen Events – allerdings müssen diese nicht zwangsläufig zum gleichen Zeitpunkt stattfinden. Das intelligente Zusammenspiel beider Welten wird künftig zu einem Quantensprung in der Qualität von Veranstaltungen führen.

Foto: Fleet Events

Peter Cramer

Owner Panem et Circenses – Kontor für Kommunikation:

Ich verstehe nicht, warum man unbedingt klassische Events (die persönliche Begegnung) gegen Online- Events austauschen oder mit selbigen verknüpfen möchte (hybrid). Was ist falsch an einem gut gemachten Event, wenn es das richtige Mittel ist, um Ziele zu erreichen? Es besteht kein Anlass, ein gutes, altbewährtes Business-Event neu zu denken. Ein Online-Event hat mit einem realen Event nichts zu tun. Beide unterscheiden sich in allem. Sollen doch beide sich im Markt behaupten. Nachfrage wird es geben. Warum also oft dieser Entweder-oder- Fokus? Convention Bureaus etwa haben die Aufgabe, MICE-Teilnehmer in die Destination zu rekrutieren, damit mit diesen „realen Menschen vor Ort“ Umwegrenditen und damit lukrative Einnahmen (und Steuern) erwirtschaftet werden. Online- und hybride Alternativen sind dafür kontraproduktiv.

Foto: PeC – Kontor für Kommunikation

Holger Syhre

Chief Operating Officer Kongresshaus Zürich:

Das Thema ist hochspannend, uns hat mit der Eröffnung der wiederkehrende Event-Alltag mit enormer Nachfrage überrannt. Wir profitieren von der Wiedereröffnung und dem Neuheitsgrad. Die Regeln des schweizerischen Bundes zur Durchführung der Veranstaltungen mit Zertifikaten kamen zur richtigen Zeit. Die Konzerte der Tonhalle, wie auch die Veranstaltungen in den Kongressräumen finden ohne Begrenzungen der Personenzahl statt. Wir spüren kaum Veränderungen bei der Durchführung, einzig bei den Veranstaltungen mit internationaler Beteiligung. Die Veranstaltungen haben eher nationalen Charakter. Spürbar ist der Nachholbedarf. Veranstalter sind wieder fleißig am planen, und die Besucher brennen darauf, sich wieder zu treffen.

Foto: Kongresshaus Zürich

Ulrike Theis

Expertin für Veranstaltungen, Events, Kongresse bei Convention Wiesbaden:

Interessante Diskussion – und ich bin gespannt, was die Mehrheit antwortet. Ich finde die Frage, wann es richtige hybride Events geben wird, mit einem Erlebnis für alle Zielgruppen, sehr relevant. Das fehlt meiner Meinung nach noch, auch wenn sich viele Veranstaltungen hybrid nennen, fehlt meinem Verständnis nach der Event-Charakter mit Emotionen für alle digitalen Teilnehmer. Ich bin gespannt, mit welchen Lösungen die Branche versucht, diese Lücke zu schließen. Oder vielleicht ist dies auch gar nicht nötig? Schließlich kommt es auf die Sichtweise der Teilnehmer an. Liebe Kerstin Wünsch, ich würde gerne Näheres dazu erfahren und freue mich auf die nächste Ausgabe der tw tagungswirtschaft!

Foto: Wiesbaden Congress und Marketing

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