Germany – at the heart of future events

Summer and the city

"Germany – at the heart of future events" heißt die Sommer-Kampagne des GCB German Convention Bureau. Ein Element ist der Virtual Marketplace. Foto: GCB

Seit einem Jahr arbeitet das GCB German Convention Bureau mit seinen Partnern an einer Marketing- und Recovery-Strategie. Die erneute Absage der IMEX 2021 in Frankfurt führt nun zur Umsetzung der Sommer-Kampagne „Germany – at the heart of future events” mit vier Elementen: Virtual Marketplace, Live Experience, Education und Innovation.

Anders als im Vorjahr, als die IMEX Group ihre Messe IMEX 2020 in Frankfurt erst einen Monat vor Beginn absagte, stornieren Carina Bauer und Ray Bloom ihre diesjährige Show vom 25. bis 27. Mai auf der Messe Frankfurt bereits am 11. Januar 2021. Diese Entscheidung trifft unter den Ausstellern das GCB German Convention Bureau besonders hart. Die Deutschen sind strategischer Partner und sie stellen den größten Gemeinschaftsstand. Nach einem Jahr Pandemie und Planungsunsicherheit überrascht die erneute Absage nicht. Ebenso wenig wie die Reaktion des GCBs und seine Ankündigung: „Das GCB German Convention Bureau bietet gemeinsam mit der IMEX und weiteren Partnern alternative Lösungen, wie sich die Anbieter des Tagungs- und Kongressstandortes Deutschland gegenüber Veranstaltungsplanern aus dem In- und Ausland präsentieren und so Marktanteile für die Zukunft sichern können.“

Für GCB-Geschäftsführer Matthias Schultze verdeutlicht der Ausfall der Leitmesse IMEX, „wie wichtig es ist, auch künftig mit einem doppelten Fokus auf persönlicher Begegnung und virtueller Vernetzung auf die Herausforderungen des New Now zu reagieren.“ Um auch im Übergangsjahr 2021 im engen Dialog mit den Kunden zu bleiben und alternative Formen der Begegnung anzubieten, haben die Deutschen mit den Briten und weiteren internationalen US-amerikanischen Partnern wie der PCMA (Professional Convention Management Association) ein erweitertes hybrides Programm entwickelt: „Germany – at the heart of future events” heißt die viermonatige Kampagne, die weder als virtuelle Messe verstanden werden will noch als eine Alternativ-Veranstaltung zur IMEX. Vielmehr handelt es sich von Juni bis September um mehrwöchige Aktivitäten aus vier Elementen. Neben dem Virtual Marketplace eben auch Live Experience, Education und Innovation.

„Dreh- und Angelpunkt sind die Bedürfnisse unserer Kunden“

Matthias Schultze, Managing Director GCB German Convention Bureau, über die Sommer-Kampagne „Germany – at the heart of future events”

Foto: GCB, Michael Pasternack

„Die Kampagne wurde speziell für die aktuelle Situation entwickelt und zielt darauf ab, Veranstaltungsplanern sowohl einen Überblick über die neuesten Entwicklungen der Tagungs- und Kongressdestination Deutschland zu geben als auch eine Informations- und Dialogplattform für den Austausch zu schaffen“, erklärt Matthias Schultze und ergänzt: „Das Ergebnis, das wir jetzt in Form der Kampagne mit ihren vier Bausteinen in die Welt schicken, entstand nicht von heute auf morgen, sondern ist die logische Konsequenz aus den Entwicklungen der letzten zwölf Monate und dem damit einhergehenden Wandel des Ökosystems von Veranstaltungen.“ Die Kampagne beginnt mit der Eröffnung des „Virtual Market Place“. Vom 1. Juni bis 30. September stellen 70 Anbieter des Tagungs- und Kongressstandorts Deutschland im GCB Virtual Venue aus. Convention Bureaus, Kongresszentren, Hotels, Locations, Agenturen, PCOs und DMCs bieten an virtuellen Messeständen, in Messehallen oder Meeting- und Conference Rooms sowohl Informationsmaterial, Videos, Bilder und Downloads, als auch Chatfunktionen, sei es in Textform, als Anruf oder Video-Call an. Veranstaltungsplaner können Termine vereinbaren und sich mit den Ausstellern austauschen.

Mit einer eigenen Messehalle und acht Unterausstellern sind etwa die Städte Düsseldorf, Leipzig, Köln und München vertreten, mit Meeting Rooms Berlin, Frankfurt, Freiburg und Nürnberg, aber auch Häuser der Deutschen Hospitality und Radisson Hotels und das Landgut Stober. Ausstellungsstände haben beispielsweise Baden-Baden, Bremen, Dresden, Hamburg, Osnabrück, Regensburg und Rostock gemietet, aber auch die Atlantic Hotels, das Congressforum Frankenthal, CCH – Congress Center Hamburg und die Messe Karlsruhe sowie die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT). Ergänzende Informationen zum Tagungsland „D“ wie Whitepaper, Dokumente und Videos hält die Library im Virtual Venue bereit.

Die Sommer-Kampagne „Germany – at the heart of future events”: die vier Elemente Virtual Marketplace, Live Experience, Education und Innovation greifen ineinander. Foto: GCB

Mit von der Partie sind die Stuttgarter. Die Tüftler- und Genussmetropole Region Stuttgart präsentiert sich mit sieben Partnern in einer eigenen virtuellen Messehalle und mit einem Meeting Room. Social Media-Aktivitäten, eine Discovery Tour und ein eigenes Eventprogramm ergänzen die Teilnahme. „Die Energie durch physische Begegnung mit Menschen fehlt uns sehr“, sagt Karina Grützner. Die Leiterin des Stuttgart Convention Bureau unterstreicht: „Information und Inspiration sind gerade jetzt wichtig. Dafür nutzen wir gerne neue und vor allem digitale Lösungen, die uns Planungssicherheit und auch neue Erfahrungen bieten.“

Zu diesen neuen Erfahrungen gehören die „Live Experiences“. Zeitgleich mit der virtuellen Ausstellung stellen sich außerhalb ebendieser deutsche Standorte und Locations als „Destinations in Motion“ mit ihrem Angebot für Veranstaltungen vor. Dazu besucht der „Rasende Reporter” Awid Vahedi gemeinsam mit dem GCB vom 1. bis 17. Juni die zwölf Städte Baden-Baden, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Freiburg, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Stuttgart, Würzburg und berichtet live in den Social-Media-Kanälen Twitter, Instagram, Facebook und LinkedIn. Ab Ende Juli bis Ende September laden die zwölf Destinationen Planer von Veranstaltungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu zweitägigen Educational Trips ein. Diese „Discovery Tours“ werden zusätzlich online im GCB Virtual Venue abgebildet, damit Interessierte aus dem In- und Ausland, die nicht vor Ort dabei sein können, teilhaben und in Kontakt treten können.

Destinations in Motion“: Der „Rasende Reporter“ berichtet

01. Juni 2021 aus Köln 02. Juni 2021 aus Düsseldorf 03. Juni 2021 aus Bremen 04. Juni 2021 aus Hamburg 07. Juni 2021 aus Nürnberg 08. Juni 2021 aus München

09. Juni 2021 aus Stuttgart 10. Juni 2021 aus Baden-Baden 11. Juni 2021 aus Freiburg 15. Juni 2021 aus Dresden 16. Juni 2021 aus Leipzig 17. Juni 2021 aus Würzburg

An die „Destinations in Motion“ schließt sich in der zweiten Junihälfte der Bereich Education an. Die beiden „Education Weeks” wiederum im Virtual Venue des GCB beinhalten Seminare und Webinare zu aktuellen Themen für Planer. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind Nachhaltigkeit am Montag, 21. und 28. Juni, mit dem Sustainability Day, und Innovation am Mittwoch, 23. und 30. Juni, mit dem Innovation Day. Die Sessions am Vormittag sind deutscher, jene am Nachmittag in englischer Sprache. Das Programm wird partizipativ, u. a. über Social Media-Umfragen, erstellt und Ende Mai veröffentlicht. Die Teilnahme ist kostenfrei.

„Germany – at the heart of future events“: Die vier Bausteine

  1. Virtual Market Place: 70 Anbieter wie Convention Bureaus, Congress Center, Hotels, Location, Agenturen aus Deutschland stellen im GCB Virtual Venue aus.
  2. Live Experience: Bei Destinations in Motion besucht der „Rasende Reporter“ Awid Vahedi vom 1. bis 17. Juni 12 Städte: Baden-Baden, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Freiburg, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Stuttgart, Würzburg. Ab Juli folgen die Discovery Tours.
  3. Education: Die Education Weeks in der zweiten Junihälfte mit zwei Schwerpunkten: Sustainability Day am Montag, 21. und 28. Juni 2021, Innovation Day am Mittwoch, 23. und 30. Juni 2021, Konferenzsprache vormittags deutsch, nachmittags. Kostenfreie Teilnahme.
  4. Innovation: Auf der offenen Innovationsplattform, dem Response Room, finden Besucher Innovation-Challenges und Blog-Artikel der Partner.

Der Baustein „Innovation“ knüpft an das Gelernte an. Herzstück ist der Response Room, den das German Convention Bureau gemeinsam mit dem Fachverband PCMA und der IMEX Group im Januar gelauncht hat. Die offene Innovationsplattform bietet ein globales, interdisziplinäres Forum für Innovationen bei Business Events und fördert so die systematische Co-Kreation und Kollaboration. Herzstück des Response Rooms sind die „Innovation Challenges“, wo die Nutzer gemeinsam an Herausforderungen, Fragen und Problemstellungen arbeiten und in co-kreativen Prozessen neue Lösungen entwickeln. Die Community kann sich in verschiedenen Beteiligungsphasen mit ihren Ideen einbringen und Innovationen mitgestalten. Beispielsweise fragte die Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) im Frühjahr: Aktivierung von Remote-Teilnehmern – Wie kann ein möglichst interaktives und partizipatives Veranstaltungserlebnis für Online-Teilnehmer geschaffen werden?

Open Innovation Platform "Response Room": Tech Demo

Ein Beispiel für Kollaboration mit anderen Unternehmen sind offene Innovationsplattformen wie der Response Room. Hier arbeiten die Nutzer gemeinsam an einem Thema: Wie sehen Business Events der Zukunft aus?

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Im Rahmen der Kampagne „Germany – at the heart of future events” werden das Learning Lab des GCB für Young Professionals eine Innovation-Challenge bearbeiten und in einem eigenen Bereich die Städte München und Düsseldorf ihre Innovation-Challenges. „Neue Lösungen und Innovationen passieren nicht in geschlossenen Silos, sondern in offenen, agilen Prozessen“, ist Matthias Schultze überzeugt. Der GCB-Geschäftsführer versteht den Response Room und die Sommer-Kampagne als eine Einladung. „Am meisten freue ich mich definitiv auf den Dialog mit unseren Kunden. Auch wenn wir das ganze Jahr über zu vielen Gelegenheiten im Austausch sind, so bietet uns diese Kampagne eine besonders fokussierte und gleichzeitig sehr vielfältige Plattform.“

Kerstin Wünsch

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