Digital Talk

Neue Formen der Kollaboration – Plattformen für Business Events

Foto: Waltz Binaire

Die Corona-Pandemie verändert die Art, wie wir arbeiten und zusammenarbeiten, wie wir uns treffen und austauschen und Business Events planen – ob in Präsenz, hybrid oder digital. Die passende Plattform zu finden, ist eine große Herausforderung für Eventplaner. Die tw tagungswirtschaft lädt deshalb zum kostenfreien Digital Talk mit hochkarätigen Impulsgebern zu Kollaboration und (Event-)Plattformen ein.

Katharina Krentz, Corporate Human Resources, Transformation Team & Collaboration Crew, bei Bosch unterstützt mit ihrem Label Connecting Humans New Work-Themen wie den Auf- und Ausbau von Netzwerken, die vernetzte Zusammenarbeit, Führung, Sichtbarkeit und Lernen. Als zertifizierter Working Out Loud (WOL)-Coach und Begründerin der Working Out Loud (WOL)-Bewegung in Deutschland gibt sie einen Einblick in die Methode, um relevante Arbeitsbeziehungen aufzubauen, damit ein Ziel erreicht oder ein neues Thema entdeckt werden kann. Krentz erklärt, wie Kollaboration und Transformation zusammenpassen, warum es neue Formen der Zusammenarbeit braucht und wie Working Out Loud im Bosch-Konzern funktioniert. Der Berliner New Media Artist, Choreograph und Computerwissenschaftler Christian Mio Loclair erläutert, wie wir Menschen (wieder) miteinander verbinden können – und zwar in virtuellen Räumen. Der Gründer und Geschäftsführer von Waltz Binaire hat eine außergewöhnliche Lösung entwickelt, wie Menschen in virtuellen Räumen zusammenkommen und sozial interagieren. Er erklärt, warum Veranstaltungsplaner soziale Umgebungen und digitale Erfahrungen neu denken müssen, wie sich Kommunikation, Interaktion und Visualisierung neu gestalten lassen und stellt die „world’s most scalable platform for interactive spaces” vor.

JOURNEE: How can we reconnect humans in new virtual spaces?

How do we come together if we can not meet eye to eye? Waltz Binaire presents a new technology to experience endless virtual spaces and social environments for humans to enjoy together. Their approach enables high quality customizable worlds, endless interaction possibilities and new narrations. Using cutting edge 3D Web technology, they aim to connect everyone from everywhere to everything. Running on every device – directly in the browser – Waltz & Binaire aims to redefine live interaction on creative planets.

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Im dritten Impuls geht es darum, ob es mehr Sinn macht, eine eigene Plattform zu bauen oder eine fertige Lösung zu kaufen, also „Make or Buy“? Zu „Make“ erzählt Felix Rundel, Co-Founder von futurehain, zuvor Executive Director Falling Walls Foundation, was Organisationen dazu bewegt, ihre eigenen Eventplattformen zu bauen und warum sich Falling Walls 2020 dazu entschieden hat. Zu „Buy“ erklärt Markus Laibacher, Regional Manager, Sales & Operations bei Cvent, was Event-Plattformen hinsichtlich Planung und Organisation, Kommunikation und Kollaboration bieten und inwiefern sie sich customizen lassen. Der Digital Talk findet am 17. März 2021 um 11.00 Uhr statt und dauert rund 75 Minuten.

Foto: Waltz Binaire

"Dich empfängt ein AI-Avatar am Meer"

Vier Fragen an Thomas Johann Lorenz, CEO Waltz Binaire

tw tagungswirtschaft: Seit März 2020 beschäftigt ihr euch bei Waltz Binaire damit, wie wir Menschen (wieder) miteinander verbinden können – und zwar in virtuellen Räumen.

Wieso treibt euch das Thema um und welche Fragen stellt ihr euch?

Thomas Johann Lorenz: Mich treibt um, wie wir digitale Innovationen in Deutschland und Europa vorantreiben können. Dazu benötigt es u.a. Gründer, die neueste Technologien auf große Marktpotentiale mappen. Als im Frühjahr 2020 aufgrund der Pandemie weltweit Events und sonstige soziale Momente zum Erliegen kamen, war offensichtlich, dass sich in diesen Märkten großes Potential für Innovationen öffnet. Und dann haben wir uns angeschaut: Was geht technisch gerade so, hat aber noch niemand gemacht? Und wie können wir mit neuesten Technologien wirklich Mehrwert in diesem Markt schaffen? Schnell wurde klar: Es gibt viele Lösungen auf dem Markt, um schnell und effizient digital Informationen auszutauschen. Diese Lösungen reichen von einer Vielzahl an Video-Tools bis hin zu Matchmaking-Softwares oder Kollaborations-Tools. Was jedoch auf der Strecke geblieben ist, sind Lösungen, die es uns ermöglichen besondere, gemeinsame Momente im virtuellen Raum zu erleben. Wir reden hier von den Momenten, die sich von unserem Alltag abheben. Momente, die geprägt sind von spektakulären Räumen und neuen Begegnungen. Momente, die uns inspirieren und noch lange in Erinnerung bleiben. Der Grund, warum Menschen zu Konferenzen, Festivals, Produktpräsentationen reisen. Wir sind überzeugt davon, dass man diese Momente auch im virtuellen Raum erzeugen kann – aber erst jetzt, durch eine Kombination aus neuesten Technologien.

In eurem Projekt „Journee“ kommen Menschen in virtuellen Räumen zusammen und erleben die Zukunft nachhaltiger sozialer Umgebungen. Wie stelle ich mir das vor?

Du kommst von irgendwoher aus dem Web – sei es ein Twitter-Post, eine Email, ein Link auf einer Website. Du klickst und auf einmal öffnet sich in deinem Browser eine neue Dimension, die du so vorher noch nicht kanntest: eine unglaublich fotorealistische live 3D-Welt, interaktiv und sozial erlebbar mit anderen Personen, die sich wie du als Avatare in der Welt bewegen. Dich empfängt z.B. ein AI-Avatar am Meer, du schaust den Nordlichtern zu und bekommst eine Nachricht, dass jetzt in einer Waldlichtung einer der Konstrukteure der Mars-Mission spricht. Du lässt dich dort hinfliegen und siehst einen live-gestreamten Speaker aus USA, der direkt auf der Lichtung spricht – das Licht der Bäume spiegelt sich in seinem Gesicht – und du kannst dazu mit anderen Gästen, die neben dir stehen, sprechen, diskutieren und ein Feuerwerk starten. Und den Moment dann mit zwei Klicks mit der Welt teilen. Und dabei bleibst du einfach in deinem normalen Browser-Erlebnis. Selbst die Features, die du sonst von anderen Websites kennst, tauchen hier auf z.B. Info Pop-ups, Videos, Social-Media-Einbindungen. Und das Beste: Es funktioniert quasi auf jedem Gerät, ob Desktop, Tablet oder Smartphone. Wir kombinieren hier die besten Learnings aus Offline-Experiences, Gaming und Web. Technologisch kombinieren wir 3D-Engines, unsere eigene Cloud-Streaming Plattform und das Journee Software-Framework. Diese Kombination ermöglicht uns eine Erlebnisqualität, die die meisten Menschen so noch nicht im Internet über ihren Browser erlebt haben.

Wie ist die Reaktion seitens Unternehmen und Organisationen auf die neue Plattform?

Wir sind täglich begeistert, aus wie vielen verschiedenen Bereichen Unternehmen und Organisationen auf uns aufmerksam werden. Da unsere Technik die Grundlage für ganz verschiedene Use-Cases bildet, beschäftigen wir uns mit unterschiedlichsten Experiences – von internen Networking Events auf dem virtuellen Firmen-Campus, über globale Product Launches inklusive Test-Fahrten oder Modeschauen bis hin zu virtuellen Konzerten. Ob in Demos oder während Veranstaltungen, wir stoßen immer wieder auf Faszination und Begeisterung. Wir holen die Leute aus ihrem eintönigen Zoom-Alltag heraus und geben ihnen die Möglichkeit, neue Momente im digitalen Raum zu gestalten und zu erleben. Dennoch – wie bei jeder Innovation: Es braucht Mut, neue Wege zu gehen. Den sehen wir häufig eher im angelsächsischen und asiatischen Raum. In vielen Teilen Europas wird Mut nicht belohnt, aber Vision bestraft. Das macht mir Sorge, wenn ich an den Digitalstandort denke. Für die Kreativen, die Visionäre und die Innovatoren aber sind wir aktuell häufig alternativlos.

Wieso macht ihr mit beim Digital Talk zu Kollaboration und Plattformen?

Wir freuen uns beim Digital Talk zu Kollaboration und Plattformen dabei zu sein, weil wir dankbar sind, dass die Pandemie die Digitalisierung in diesem Bereich zumindest ein Stück weit vorangetrieben hat und weil wir zeigen wollen, dass auch Deutschland im Hinblick auf Innovation mithalten kann. Wir freuen uns darauf, unsere Lösung und Ansichten zu teilen, aber auch neue Einblicke und Gedanken zu erhalten. Denn genau jetzt ist die Zeit, in der wir Dinge verändern und nach vorne treiben können – diese Gelegenheit sollten wir gemeinsam nutzen.

Kerstin Wünsch

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